...die gerade 18-jährige Cellistin, die im dritten Semester in Basel, einer der europäischen Cello-Hochburgen, studiert, präsentierte ein beeindruckendes Niveau.. Leos Janaceks "Pohadka", Märchen, ist ein unglaublich schönes Stück Musik. Voller Intensität und mit berührender Eindringlichkeit gelangen vor allem die beiden Con-moto-Sätze. Die Musikerinnen erspürten den sehr emotionalen, von Introversion geprägten Kern dieser Musik. ...Cäcilia Altenberger besitzt den reifen, vollkommen unpathetischen Ernst für diese Musik (Cellosonate von Prokoffief) Das permanente Changieren zwischen dem neoklassizistischen, grotesken Marschduktus und den romantisch-verträumten Passagen gelang perfekt auch in Abstimmung mit Kazue Weber-Tsuzuki, die den schweren Klavierpart brillant meisterte. ..zeigte sie (C. A.) am Ende, dass sie auch beim üblichen Reigen virtuoser Zugabenstücke ganz in ihrem Element ist. Wir sing gespannt auf mehr!
(SZ 17.12.02 zu einem Sonatenabend im Schloss Seefeld
Entfesselte Leidenschaft
Mit ihrem kraftvollen Griff und energischem, aber auch graziösen Bogenstrich schuf Altenberger ein klangvolles Kontrastspektrum, das auch dem gesamten Abend überschrieben werden kann. …Das Duo ließ die Zügel zwar nicht los, ging jedoch mit dem Material (F. Schubert Arpeggione-Sonate) sehr lustvoll um. Das innige Hauptthema nahm körperhafte Züge an, das Adagio baute ausdrucksstark Spannung auf, die schließlich im Allegretto, einem Rondo-Satz, mitreißend zur Heiterkeit verführte.... In den drei schnellen Sätzen (Schostakowitsch: Cellosonate) die zudem starke Kontraste und nahezu dramaturgische Entwicklungen beinhalte, baute das Duo Altenberger und Lechner eine leidenschaftliche Stimmung auf, Das Largo im dritten Satz konnte endlich das den Musikern nahezu immanente lyrische Melos zum tief empfundenen Programm werden lassen, das sich dann im Schlusssatz wohltuend entfesselte und einen überaus konzertanten Abgang bescherte.
(SZ 24.01.06 zu einem Sonatenabend im Schloss Seefeld)
In der romantischen Stimmung der rubato gestrichenen Saiten brachte Cäcilia Altenberger die verschattete Wärme Schuberts (Arpeggione-Sonate) genau auf den Punkt. Die Strophen über “Le nom Sacher” von H. Dutilleux gaben zunächst dem Solo-Cello dezidiert atmosphärische Töne auf. Diese Deklamation des Cellos wurde vom aufgeschlossenen Publikum mit atemloser Spannung belauscht. … Schostakowitsch’s d-Moll- Sonate op. 40 wurde in eine farbenprächtige Intensität gekleidet, die zwischen futuristischem Furor und lyrischen Kantilenen keinen Ausdruck verfehlte. ...Die emotionale Direktheit des Stücks wurde von den Musikern in kongenialer Dichte gepackt.
(Starnberger Merkur 24.01.06 zu einem Sonatenabend im Schloss Seefeld.)
Obwohl erst 19 Jahre alt, konnte die Künstlerin das Publikum mit ihrem Vortrag sowohl in technischer als auch besonders in musikalischer Hinsicht in ihren Bann ziehen. Wie ein zweites Ich des Komponisten vermittelte die Cellistin die Introvertiertheit und vornehme Zurückgezogenheit, die diese leidenschaftliche Komposition auszeichnen. Dass Cäcilia Altenberger sich dabei größten Anforderungen der Virtuosität aussetzte und diese bestens erfüllte, war beinahe nebensächlich. Vielmehr ließen sich die Zuhörer von den wehmütigen Linien mitreißen, die sie so träumerisch und poetisch zu zeichnen verstand.
(Andreas Mangold zu dem Cello-Konzert von E. Elgar in der Großen Aula der LMU München am 12.07.03)
Die Geschwister (Korbinian und Cäcilia Altenberger) sind ausgeprägte Musikerpersönlichkeiten, verfügen über eine exzellente Technik und über eine große Bandbreite musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten…. Ihrem (Cäcilias) Spiel fehlt — rein äußerlich — die große Geste. Mit tiefem Ernst und großer Konzentration ist sie am Werk und findet zu Momenten lyrischer Eindringlichkeit und vollkommener Musikalität. Ihr Ton ist voll und schön, und mit den Ausdrucksmitteln, die ihr zur Verfügung stehen, ist C. A. schon jetzt eine vollendete Kammermusikpartnerin.
(SZ am 11.3.03 zu einem Klaviertrio-Konzert in Gilching)

2006-01-22
SZ
2006-01-22
Merkur
2005-12-04
SZ